Neue Webinare

Die Tage werden kürzer, die Abende lang – ideal, um sich mehr Wissen rund um das Haustier anzueignen.

Vom 18. bis 25. November findet erneut eine Tierische Webinarwoche statt. Die Themen sind gewohnt vielfältig: Streß, Impfungen, Reiseerkrankungen, sinnvolle Bewegung und vieles mehr. Ich selbst referiere am 21. und 24. November über Allergien. Dabei geht es nicht nur um den theoretischen Hintergrund, sondern vor allem sehr ausführlich über Therapie- und Vorsorgemöglichkeiten. Das zweiteilige Online-Seminar können Sie für 39 Euro verfolgen.

Anmeldungen sind möglich bei Communicanis (hier klicken.

 

Rückenprobleme des Pferdes

60-90% der Deutschen werden im Laufe ihres Lebens von Rückenschmerzen geplagt. Bei Menschen sind Rückenerkrankungen damit eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Wie viele Pferde von Rückenproblemen betroffen sind, kann man nur erahnen. Doch sehr viele Fälle von Ungehorsam und Lahmheiten lassen sich darauf zurückführen.

Pferd im Springparcours
Leistungsfähigkeit und Spaß an der Arbeit setzen Gesundheit voraus

Das Grundproblem ist die Anatomie der Pferde. Vom Kopf bis zum Schweif wird der gesamte Rücken über die Wirbelsäule getragen und gestützt, zusätzlich sind die Beine gewissermaßen „ angehängt“. Die Wirbelsäule wird stabilisiert durch den langen Rückenmuskel und einige Bänder. Nimmt dann noch der Reiter in der Mitte Platz, ist der Rücken noch größeren Belastungen ausgesetzt. Nur durch systematische Arbeit, also durch Muskelaufbau, kann das Rückgrat so gestärkt werden, dass das Pferd den Reiter losgelassen über längere Zeit tragen kann. Nicht nur Dressurpferde sollen taktrein und losgelassen mit schwingendem Rücken laufen, auch Springpferde sollen in schöner Bascule springen, Westernpferde stoppen und das Freizeitpferd  sich nicht von oben wie ein Brett anfühlen.

Wer selber schon mal Ischiasprobleme hatte weiß, wie extrem Rückenschmerzen sein können. Pferde aber bleiben nicht einfach stehen, sondern zeigen andere Symptome: Leistungsabfall, steifer Gang, Wegdrücken des Rückens, Widersetzlichkeiten beim Reiten, Sattelzwang sowie undefinierbare Taktfehler und Lahmheiten.

Sehr viele Lahmheiten und Ungehorsamkeit haben ihre Ursache im Rückenbereich. Die Liste der möglichen Erkrankungen ist lang. Wie beim Menschen gibt es Muskelverspannungen, Entzündungen, Blockaden, eingequetschte Nerven und verschobene Wirbel. Wichtig ist eine genaue Diagnose: Das Pferd muss von Kopf bis Schweif abgetastet und vom Boden und unter dem Reiter in Bewegung beobachtet werden. Auch muss der Sattel auf guten Sitz überprüft werden. Bei Verdacht auf Frakturen sollte unbedingt ein Röntgenbild gemacht werden.

Wellness: Wälzen entspannt und massiert den Pferderücken

Handelt es sich „nur“ um Verspannungen, ist das Wichtigste, den Schmerz zu unterbrechen, denn daraus resultiert weitere Verspannung. Wird trotzdem weitergearbeitet, verhärtet sich das Tier noch mehr durch den Schmerz – ein Teufelskreis.

Sehr gute Erfolge werden bei dieser Problematik mit Akupunktur erzielt. Sinnvoll ist diese schon bei beginnenden Verspannungen. Schon nach der ersten Behandlung ist in der Regel eine enorme Verbesserung zu spüren. Das Pferd ist wieder gelöst und der Reiter kann seinen Partner arbeiten, wobei nach einer Akupunktur das Training vorübergehend umgestellt werden sollte. Spezielle Rückengymnastik ist z.B. Stangenarbeit, sowie Longieren  ohne Anlehnung sind zunächst ratsam. Wird die Therapie rechtzeitig begonnen, kann das Pferd in der Regel nach wenigen Akupunkturbehandlungen wieder entsprechend den gewünschten Anforderungen  aufgebaut werden.

Spaß am Strand ohne Risiko

Ein Nachmittag am Hundestrand – für Mensch und Tier ein großes Vergnügen. Auch meine Viererbande genießt es, Kollegen zu treffen und frei am Wasser entlang zu rasen. Bodo fühlt sich wie im Paradies, weil wir Stöckchen werfen – um ehrlich zu sein, ist es ein Ast, denn kleinere Stöcke bergen eine Gefahr. So ein (spitzes) Holzstück kann sich, wenn es nicht quer im Maul gehalten wird, im Rennen bei Kontakt mit dem Boden in den Rachen bohren und dort üble Verletzungen verursachen. Eine gute Alternative für das Stöckchen ist ein spezielles Wurfspielzeug.

Hund apportiert Stock aus dem Wasser
Endloses Spaß am Spiel – für Pausen muss der Mensch sorgen

Das Böse ist immer und überall, trällerte schon die Band Erste Allgemeine Verunsicherung. Daran denke ich am nächsten Morgen, als ich auf unserer Wiese Kothaufen einsammele. Den von Bodo kann ich problemlos identifizieren: Er besteht etwa zur Hälfte aus Sand, bei seinen fröhlichen Apportierspielchen am Stand verschluckt. So gesehen nicht schlimm. Bei darmsensiblen Hunden aber kann sich der Sand anhäufen und einen Darmverschluss verursachen – erst kürzlich beim Hund einer Freundin auf Mallorca geschehen. Er musste operiert werden.

Andere Vierbeiner nehmen beim Schwimmen und Apportieren so viel Salzwasser auf, dass sie wenig später einen hydrantenhaften Durchfall entwickeln. Pech, wenn er sich in diesem Moment im Auto befindet…

Hund vergräbt Spielzeug im Sand am Strand
Vorsicht – hier wird nicht wenig Sand verschluckt

Wo ich gerade dabei bin, das Wasservergnügen mit Hunden aus medizinischer Sicht zu analysieren, spreche ich auch gleich die Wasserrute an: Nach starker Belastung in kühlem Wasser hält der Hund die Rute am Ansatz – der häufig geschwollen ist – waagerecht vom Körper ab, der Rest hängt schlaff herunter. Der hintere Rückenbereich und der Schwanzansatz sind extrem schmerzhaft, der Hund kann sich kaum bewegen, mag möglicherweise nicht einmal Kot absetzen. Einige Hunde reagieren aufgrund der Schmerzen sogar aggressiv.

Man weiß nicht sicher, was der eigentliche Auslöser für die auch Hammelschwanz genannte Problematik ist. Die Symptomatik kann auch nach langem Aufenthalt (Autofahrt) in zu enger Box auftreten. Behandelt wird mit entzündungs- und schmerzstillenden Medikamenten. Als alternatives Haus- und Sofortmittel empfehle ich Traumeel. Der Patient erholt sich meist schnell.

Und das Fazit – kein Strandvergnügen mehr? Soweit kommt es noch, meint Bodo. Ich behaupte, wer Risiken kennt, kann sie vermeiden. Und da ein Apportier-Junkie wie Bodo vergisst, dass er Pausen braucht, muss Frauchen dafür sorgen, dass er sich nicht übernimmt. Also weiterhin: Viel Spaß am Meer, ob in Norddeutschland oder auf Mallorca!

Sportskanonen auf Pfoten

Mal wieder ist die Kiste gepackt mit Informations-Material: Am Wochenende findet in Hattstedt beim Allgemeinen Hundeclub Nordfriesland e.V. ein großes Agility-Turnier statt. Interessierte Hundebesitzer und Besucher dürfen die Gelegenheit nutzen und mich an meinem Infostand zu Fragen der Naturheilkunde für Tiere löchern. Die ersten vierbeinigen Sportskanonen starten um 9 Uhr! Für die Anfahrtsbeschreibung bitte hier klicken

Therapie für Allergiker

Druckfrisch landete die aktuelle Ausgabe der Verbands-Zeitschrift Tierheilpraktiker aktuell (02/2017) in meinem Briefkasten. Darin: Mein umfangreicher Bericht über meine Erfahrungen mit der Gegensensibilisierung bei tierischen Allergikern. Das interessiert Therapeuten genauso wie die Besitzer von Hunden und Katzen mit Futtermittelallergien oder Atopien. Deswegen reicht ein Klick hier für den Download dieses Artikels als PDF. Ich würde mich über Kommentare dazu freuen!

Quartals-Aktion: Geriatrie

Ziemlich weiß aber nicht wirklich weise – meine Senior-Hündin Naddel. Sie ist noch fit und soll es lange bleiben

Ja, so ein Welpe zieht die Blicke auf sich, der spielt sich in jedes Herz. Man wünscht sich, er bliebe ewig jung. Doch wer schon ein Tier ins und durchs Alter begleitet hat, weiß auch diese Phase zu schätzen. Nach vielen Jahren des Zusammenlebens ist man ein Team. Man versteht sich ohne Worte. Man vertraut einander. Ein altes Tier wärmt das Herz.

Damit das lange so bleibt, sollte man gut auf seinen vierbeinigen Senior aufpassen. Denn wie auch bei uns Menschen kommen mit dem Alter die Zipperlein, das Immunsystem ist nicht mehr so kräftig, und im Knochengerüst beginnt es zu knirschen.

Worauf ist zu achten?

  • Ältere Tiere bewegen sich weniger und der Stoffwechsel kann sich verlangsamen. Es droht Gewichtszunahme, was den Bewegungsapparat wie auch den Kreislauf belastet
  • Herz und Kreislauf werden instabiler, können aber unterstützt werden
  • Mit dem Alter kommen Arthrosen und Spondylosen, was für Lahmheiten sorgt. Mit Homöopathie, Akupunktur und Nahrungsergänzung kann man noch lange die Lebensqualität sichern
  • Die Organfunktionen können ermüden, was die Arbeit von den Verdauungsorganen wie auch von den Nieren beeinträchtigt. Früh erkannt ist wirksame Hilfe möglich
  • Auch die Gefahr von Hormonstörungen steigt mit dem Alter. Diabetes, Cushing und Schilddrüsen-Störungen lassen sich behandeln – je früher desto besser

Daher empfehlen sich jährliche Gesundheits-Checks für betagte Haustiere und Pferde. Ich empfehle damit zu beginnen, wenn der Hund acht bis zehn, die Katze zwölf und das Pferd 18 Jahre alt ist. So ist es möglich, altersbedingte Gesundheitsstörungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Meine aktuelle Quartals-Aktion:  Untersuchung inkl. Anamnese und Auskultation, die Analyse von Fütterung und Bewegungsmanagement, Entgiftungsplan, Blutentnahme (außer Katze / für geriatrisches Profil) biete ich als Paket an für 30 Euro. Fahrt- und Laborkosten werden extra berechnet. Bitte vereinbaren Sie einen Termin!

Gefahr durch Grannen

Die Gräser sind am abtrocknen und man muss mit Belästigungen und Verletzungen durch Grannen rechnen. Was ist das?

Grannen (auch Spelzen genannt) sind stachelige Grassamenstände mit Widerhaken. Sie sehen aus wie Getreideähren und können extrem spitz sein. Beim Spaziergang durch trockene Wiesen hängen sich die kleinen widerborstigen Pflanzenteile jetzt häufig an das Hundefell. Aufgrund ihrer pfeilförmigen Beschaffenheit können sie sich in und unter die Haut bohren. Mit ihren Widerhaken wandern sie tiefer und tiefer, und das noch schneller, wenn der Hund sich an der betroffenen Stelle beleckt. In die Körperöffnungen wandern sie ebenfalls schnell und tief ein.

In der Folge bildet sich eine Schwellung, denn der Körper versucht mit einer lokalen Entzündung den Fremdkörper zu resorbieren. Wenn das nicht klappt, bildet sich eine Eiterkapsel, ein Abszess. Dieser öffnet sich nach Reifung und mit dem Eiter wird die Granne heraus getrieben. Diese Prozedur dauert natürlich 2 bis 3 Wochen und ist je nach Lokalisation extrem schmerzhaft.

Vertrocknete Grannen können schmerzhafte Verletzungen verursachen

Bis zum Ende des Sommers ist jetzt mit diesen Grannen zu rechnen. Die Gräser schießen in die Höhe und trocken ab, dann sitzen die langen, rauen Ähren nur noch locker und bleiben umso leichter am Fell hängen. In dieser Phase sollten Sie Ihren Hund nach Spaziergängen durch die Natur sorgfältig absuchen. Schauen Sie in die Haare um die Ohren und in die Ohrmuschel. Inspizieren Sie die Pfoten, besonders den Bereich oben zwischen den Zehen, wo die weiche Haut ist („Schwimmhäute“). Achten Sie auf die Augen. Auch am Körper sollten Sie alle Spelzen entfernen, wenn Sie welche sehen. Je länger das Fell, desto größer die Gefahr. Wer seinen Liebling nicht komplett scheren möchte, sollte mit der Schere die Haare im Zwischenzehenbereich und unter den Ohren kurz halten.

Grannen können sich am gesamten Körper unter die Haut bohren, doch die meisten Patienten sind an diesen Stellen betroffen:

Vertrocknete Grannen können Verletzungen verursachen
– Äußerer Gehörgang: Der Kopf wird schief getragen, es existieren Schmerzen im/am Ohr. Sofort zum Tierarzt, die Granne muss umgehend entfernt werden. Häufig geht das nur unter Narkose. Bleibt die Granne drin, entwickelt sich eine heftige, äußerst schmerzhafte Otitis, eine Gehörgangs-Entzündung. Die Spelze kann sich sogar durchs Trommelfell bohren und schwere Schäden am Innenohr verursachen.
– Nasenlöcher: Der Hund reibt sich an der Nase, niest auffallend häufig, hat lokale Schmerzen und Nasenausfluss, der blutig sein kann und nach wenigen Tagen eitrig wird. Es gilt das gleiche wie bei den Ohren – ab zum Tierarzt, der den Fremdkörper herausholen muss.
– Augenlid: Das Auge schwillt zu, tränt, schon bald fließt Eiter. Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich rapide aufgrund heftiger Schmerzen. Verlieren Sie keine Zeit, lassen Sie Ihrem Hund durch den Tierarzt helfen.
– Pfoten: Besonders zwischen die Zehen, in die so genannten Schwimmhäute, bohren sich die scharfen Pflanzenteile. Ist die Verletzung frisch, wird der Tierarzt mit einem kleinen Schnitt die Eintrittspforte vergrößern und die Granne entfernen. Hat aber die Abszess-Bildung bereits begonnen, wird häufig bei der chirurgischen Eröffnung nicht mehr der komplette Fremdkörper gefunden. Meist bildet sich dann wenige Tage nach der OP ein neuer Abszeß. Daher empfehle ich, die Eiterkapsel nicht mit dem Skalpell zu öffnen sondern die Heilung homöopathisch zu unterstützen. Diese Prozedur dauert nicht länger, als der medizinische Eingriff inklusive Heilung erfordert, und sie ist schonender, denn man spart sich die Narkose(n), und die Schmerzen wie auch die Lahmheit sind meist nicht allzu stark. Ein ist nur notwendig, wenn das Allgemeinbefinden sich verschlechtert, sich also die Entzündung generalisiert. Dies ist allerdings extrem selten der Fall. Dagegen kann man die Reifung des Abszesses gut mit einer Zugsalbe unterstützen.

Heiß, heißer, Hochsommer

Selbst in Nordfriesland steigt jetzt das Thermometer auf höchst sommerliche Temperaturen. Um das zu genießen, muss man seinen Tagesablauf drauf einstellen. Und auch manche Haustiere leiden unter der Sommerhitze – wie können wir ihnen helfen? Hier einige Tipps:

  • Viel Trinken heißt die Devise für Mensch und Tier. Stellen Sie mehr Näpfe als sonst bereit, möglichst an schattigen Plätzen, und füllen Sie öfter frisches Wasser nach. Möchte Mieze nur aus dem laufenden Wasserhahn trinken, sollten Sie diesen Service jetzt öfter bieten
  • Hund schwimmt in See
    Ein kühles Bad tut bei Höchsttemperaturen auch unseren Fellnasen gut

    Für Katzen und kleine Heimtiere: Hängen Sie ein feuchtes Tuch über ihre Körbe oder Käfige (evtl. mit Hilfe eines Wäscheständers) und bauen Sie so eine natürliche Klimaanlage

  • Für Bello ist vielleicht ein feuchtes T-Shirt angenehm oder ein feuchtes Badelaken im Körbchen. Versuchen Sie es – Ihr Hund wird Ihnen zeigen, ob er sich damit wohl fühlt. (Neigt er zu Infektionen, ist das natürlich keine Option)
  • Manche Haustiere flüchten gerne in den Keller, wenn es oben zu warm ist. Andere liegen bevorzugt auf den nackten Fliesen. Machen Sie sich keine Sorgen – ein gesundes Tier weiß, was ihm gut tut
  • Ohne Schatten wird Ihr Pferd jetzt nicht mehr auskommen. Zur Not holen Sie es tagsüber in den Stall, hier wird es auch weniger von Insekten geplagt
  • Ihr Hund schwimmt gern? Das ist sehr gut für die Abkühlung! Nach dem Ausflug ins Meer sollten Sie aber das Fell mit klarem Wasser auswaschen
  • Hat Ihr Hund sehr langes Fell, sollte seine Unterwolle inzwischen ausgekämmt sein. Manchem Hund geht es deutlich besser, wenn er geschoren wird. Es muss aber auf jeden Fall so viel Haar bleiben, dass die Sonne nicht die Haut verbrennen kann
  • Spaziergänge und Training sind selbstverständlich in der Mittagshitze tabu. Früh morgens und gegen Sonnenuntergang finden die meisten Hunde und Pferde leichte Arbeit sehr angenehm
  • Autofahrten sollten Sie vermeiden. Und ein absolutes Tabu ist es, den Hund im parkenden Auto zu lassen. Auch wenn es nur ganz kurz ist! Hier herrschen ganz schnell Temperaturen von 50, 60 Grad – Lebensgefahr! Zu Hause geht es den Fellnasen derzeit am besten
  • Hitze-Kollaps? Rote Schleimhäute, dramatische Atemnot, schneller Puls und starre Augen sind deutliche Symptome. Sofort das Tier kühl lagern, Aconitum, Belladonna- und/oder Notfall-Tropfen auf die Mundschleimhaut tröpfeln und schnell zum Tierarzt!

Und hier ist der ultimative Tipp: Eiscreme für Hunde kann man schnell und einfach selbst herstellen. Rezept-Beispiel: Man püriere einen Teil des gewohnten Hundefutters (natürlich kein Trockenfutter) mit etwas Wasser und Joghurt, Kefir oder Quark, gerne auch etwas Banane, fülle leere Joghurt-Becher mit der Flüssigkeit und gebe einige Fleischbrocken hinein. Und dann ab in die Truhe. Vor dem Servieren leicht antauen lassen, damit sich der Becher einfach entfernen lässt! Im Video sehen Sie, wie es sich die Schleckermäuler Bodo und Naddel schmecken lassen.

Unsauberkeit – woran liegt’s?

„Meine Katze pinkelt seit kurzem ins Wohnzimmer“ … „Mein Kater trifft das Klo nicht mehr“… In die Tierheilpraxis kommen viele Tierbesitzer mit diesen oder ähnlichen Problemen. Bei der reinen Wohnungshaltung ist es mehr als unangenehm, wenn die Samtpfote plötzlich überall hin macht, nur nicht mehr in ihre dafür vorgesehene Kiste.

Katze auf Zaun vor Baum und Garten
Mit Freigängern hat man meist kein Katzenklo-Problem

Gründe für die Verhaltensänderung gibt es viele. Häufig steckt die Psyche dahinter, doch in jedem Fall muss vorab geklärt werden, ob es körperliche Erkrankungen gibt. Wird ein Stubentiger älter, mag er Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen. Folge: Er kann sich nicht mehr so tief setzen und der Strahl geht über den Rand der Toilette. Auch Harnwegs-, Blasen- oder Nierenentzündungen können Unsauberkeit auslösen. Und eine alte Miez kann sogar dement werden und ihr Örtchen vergessen.

Sind aber alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen, landen wir wieder bei der Psyche, und die – das weiß jeder Katzenbesitzer – ist ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Trotzdem finde ich im Gespräch mit dem Patientenbesitzer meist Hinweise auf die Ursache für das Verhalten ihres Lieblings. Das kann eine Veränderung im Wohnumfeld sein – ein neues Möbelstück genügt. Oder die Katze ist sauer, weil der Besitzer sie zu viel alleine ließ. Vielleicht ist sie auch gestresst oder eifersüchtig, weil eine neue Katze dazu gekommen ist.  Auch in schon länger bestehenden Katzengruppen können sich Animositäten entwickeln, die einzelne Mitglieder vom Besuch des stillen Örtchens abhalten. Übrigens – stehen denn genügend Streukisten zur Verfügung? Und manchmal ist einfach das (neue) Katzenklo ungeeignet…

In manchen Fällen kann man die Ursache abstellen, in anderen braucht die Katze eine Therapie, etwa durch Bachblüten. Hier sind keine Fertigmischungen zu empfehlen, sondern eine individuelle Rezeptur, die der Therapeut speziell für den Patienten erstellt.


Mein Blog ist für die Leser da, für Tierhalter, für Patientenbesitzer. Für Sie. Deswegen die Frage: Welche Themen interessieren Sie? Oder gibt es ein spezielles Problem mit Ihrem 4beinigen Liebling, auf das ich (natürlich anonymisiert) eingehen soll? Kontaktieren Sie mich gerne!