Heiß, heißer, Hochsommer

Selbst in Nordfriesland steigt jetzt das Thermometer auf höchst sommerliche Temperaturen. Um das zu genießen, muss man seinen Tagesablauf drauf einstellen. Und auch manche Haustiere leiden unter der Sommerhitze – wie können wir ihnen helfen? Hier einige Tipps:

  • Viel Trinken heißt die Devise für Mensch und Tier. Stellen Sie mehr Näpfe als sonst bereit, möglichst an schattigen Plätzen, und füllen Sie öfter frisches Wasser nach. Möchte Mieze nur aus dem laufenden Wasserhahn trinken, sollten Sie diesen Service jetzt öfter bieten
  • Hund schwimmt in See
    Ein kühles Bad tut bei Höchsttemperaturen auch unseren Fellnasen gut

    Für Katzen und kleine Heimtiere: Hängen Sie ein feuchtes Tuch über ihre Körbe oder Käfige (evtl. mit Hilfe eines Wäscheständers) und bauen Sie so eine natürliche Klimaanlage

  • Für Bello ist vielleicht ein feuchtes T-Shirt angenehm oder ein feuchtes Badelaken im Körbchen. Versuchen Sie es – Ihr Hund wird Ihnen zeigen, ob er sich damit wohl fühlt. (Neigt er zu Infektionen, ist das natürlich keine Option)
  • Manche Haustiere flüchten gerne in den Keller, wenn es oben zu warm ist. Andere liegen bevorzugt auf den nackten Fliesen. Machen Sie sich keine Sorgen – ein gesundes Tier weiß, was ihm gut tut
  • Ohne Schatten wird Ihr Pferd jetzt nicht mehr auskommen. Zur Not holen Sie es tagsüber in den Stall, hier wird es auch weniger von Insekten geplagt
  • Ihr Hund schwimmt gern? Das ist sehr gut für die Abkühlung! Nach dem Ausflug ins Meer sollten Sie aber das Fell mit klarem Wasser auswaschen
  • Hat Ihr Hund sehr langes Fell, sollte seine Unterwolle inzwischen ausgekämmt sein. Manchem Hund geht es deutlich besser, wenn er geschoren wird. Es muss aber auf jeden Fall so viel Haar bleiben, dass die Sonne nicht die Haut verbrennen kann
  • Spaziergänge und Training sind selbstverständlich in der Mittagshitze tabu. Früh morgens und gegen Sonnenuntergang finden die meisten Hunde und Pferde leichte Arbeit sehr angenehm
  • Autofahrten sollten Sie vermeiden. Und ein absolutes Tabu ist es, den Hund im parkenden Auto zu lassen. Auch wenn es nur ganz kurz ist! Hier herrschen ganz schnell Temperaturen von 50, 60 Grad – Lebensgefahr! Zu Hause geht es den Fellnasen derzeit am besten
  • Hitze-Kollaps? Rote Schleimhäute, dramatische Atemnot, schneller Puls und starre Augen sind deutliche Symptome. Sofort das Tier kühl lagern, Aconitum, Belladonna- und/oder Notfall-Tropfen auf die Mundschleimhaut tröpfeln und schnell zum Tierarzt!

Und hier ist der ultimative Tipp: Eiscreme für Hunde kann man schnell und einfach selbst herstellen. Rezept-Beispiel: Man püriere einen Teil des gewohnten Hundefutters (natürlich kein Trockenfutter) mit etwas Wasser und Joghurt, Kefir oder Quark, gerne auch etwas Banane, fülle leere Joghurt-Becher mit der Flüssigkeit und gebe einige Fleischbrocken hinein. Und dann ab in die Truhe. Vor dem Servieren leicht antauen lassen, damit sich der Becher einfach entfernen lässt! Im Video sehen Sie, wie es sich die Schleckermäuler Bodo und Naddel schmecken lassen.

Unsauberkeit – woran liegt’s?

„Meine Katze pinkelt seit kurzem ins Wohnzimmer“ … „Mein Kater trifft das Klo nicht mehr“… In die Tierheilpraxis kommen viele Tierbesitzer mit diesen oder ähnlichen Problemen. Bei der reinen Wohnungshaltung ist es mehr als unangenehm, wenn die Samtpfote plötzlich überall hin macht, nur nicht mehr in ihre dafür vorgesehene Kiste.

Katze auf Zaun vor Baum und Garten
Mit Freigängern hat man meist kein Katzenklo-Problem

Gründe für die Verhaltensänderung gibt es viele. Häufig steckt die Psyche dahinter, doch in jedem Fall muss vorab geklärt werden, ob es körperliche Erkrankungen gibt. Wird ein Stubentiger älter, mag er Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen. Folge: Er kann sich nicht mehr so tief setzen und der Strahl geht über den Rand der Toilette. Auch Harnwegs-, Blasen- oder Nierenentzündungen können Unsauberkeit auslösen. Und eine alte Miez kann sogar dement werden und ihr Örtchen vergessen.

Sind aber alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen, landen wir wieder bei der Psyche, und die – das weiß jeder Katzenbesitzer – ist ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Trotzdem finde ich im Gespräch mit dem Patientenbesitzer meist Hinweise auf die Ursache für das Verhalten ihres Lieblings. Das kann eine Veränderung im Wohnumfeld sein – ein neues Möbelstück genügt. Oder die Katze ist sauer, weil der Besitzer sie zu viel alleine ließ. Vielleicht ist sie auch gestresst oder eifersüchtig, weil eine neue Katze dazu gekommen ist.  Auch in schon länger bestehenden Katzengruppen können sich Animositäten entwickeln, die einzelne Mitglieder vom Besuch des stillen Örtchens abhalten. Übrigens – stehen denn genügend Streukisten zur Verfügung? Und manchmal ist einfach das (neue) Katzenklo ungeeignet…

In manchen Fällen kann man die Ursache abstellen, in anderen braucht die Katze eine Therapie, etwa durch Bachblüten. Hier sind keine Fertigmischungen zu empfehlen, sondern eine individuelle Rezeptur, die der Therapeut speziell für den Patienten erstellt.


Mein Blog ist für die Leser da, für Tierhalter, für Patientenbesitzer. Für Sie. Deswegen die Frage: Welche Themen interessieren Sie? Oder gibt es ein spezielles Problem mit Ihrem 4beinigen Liebling, auf das ich (natürlich anonymisiert) eingehen soll? Kontaktieren Sie mich gerne!


Bunter Tag des Hundes

Wer in Sachen Hundeausbildung, Hundesportverein oder dem Trendsport Agility noch Berührungsängste hatte, kann ganz unverbindlich mal rein schnuppern. Am Tag des Hundes, also am Sonntag, 11. Juni, bietet der Gebrauchshundesportverein Niebüll ein buntes Programm rund um „den besten Freund des Menschen“. Besucher mit vierbeiniger Begleitung dürfen am Probetraining teilnehmen oder sie schauen sich einfach an, wie man Hunde longiert oder was Turniersport von Agility unterscheidet. Zusätzlich gibt es einige Infostände – auch ich bin vor Ort und nutze gerne die Gelegenheit, Ihre Fragen zur Naturheilkunde für Tiere zu beantworten. Das komplette Programm finden Sie auf der Seite vom GHSV.

Ein schlanker Hund hat’s leichter

Ein positiver Gruß aus meiner alten Heimat Mallorca erfreute mich heute.  Der Besitzer eines Patienten kontaktierte mich, um sich zu bedanken. Sein Schäferhund Sam war bei mir in Behandlung wegen starker Beschwerden des Bewegungsapparates. Auch ohne Röntgenuntersuchung konnte man von Hüft-Arthrosen ausgehen, die dem Hund Schmerzen bereiteten, und zusätzlich Spondylosen, die Lähmungserscheinungen verursachen können. Sams Stellreflexe waren stark verzögert und die hinteren Krallen schliffen beim Gehen auf dem Boden. Das Problem am Beginn der Therapie war das Körpergewicht des erst sechsjährigen Rüden. Er hatte mindestens fünf Kilo zu viel auf den Rippen, was sein Gangbild natürlich extrem verschlechterte.

Ein Prachtkerl – leider mit Übergewicht, was bei Sam die Probleme mit dem Bewegungsapparat verschlimmerte

Ich schaffte es, Sams Besitzer zum Thema Übergewicht  zu sensibilisieren, so dass die Fütterung komplett umgestellt und gut überwacht wurde. Man achtet jetzt beim Futter mehr auf die Qualität als auf den Preis. Dazu gab ich als zentralen Tipp: Was der Hund tagsüber an Leckereien bekommt, muss von den beiden Mahlzeiten abgezogen werden! Denn bisher gab es für den Hund jede Menge zwischendurch – und man sah es ihm an. Ich warnte den Besitzer sehr deutlich: „Wenn sich nicht schnell etwas ändert, wird dein Hund in einem Jahr die sieben Stufen zur Wohnung nicht mehr schaffen!“

Das Gewichtsmanagement war die eine Säule der Therapie, die andere bestand aus verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln (aus der Kräuterheilkunde)  für die Gelenke und zwei homöopathischen Medikamenten, die den Hund ganzheitlich unterstützen. Offensichtlich wurden alle meine Empfehlungen konsequent umgesetzt – mit Erfolg. O-Ton des Hundepapas heute am Telefon: „Sam läuft wieder sooo gut! Der ist mindestens fünf Jahre jünger geworden!“

An diesem Fall ist wieder einmal zu sehen, dass auch chronische Erkrankungen nicht statisch sind, dass in den meisten Fällen Verbesserungen zu erzielen sind. Und dass ein schlanker Hund es einfach leichter hat.

Übrigens: Noch bis Ende Juni läuft meine Eröffnung-Aktion „Ist Ihr Hund zu dick?“  – mehr Infos bei meinen Veranstaltungen

Riesen-Interesse am Webinar!

Mein Webinar am Samtag, 13.Mai, ist bereits ausgebucht! Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele Menschen für das Thema „Allergien bei Hunden“ interessieren. Offenbar gibt es noch mehr Betroffene, als ich ohnehin schon vermutet habe. Die gute Nachricht: Wir konnten einen zweiten Termin organisieren. Für mein Online-Seminar zum gleichen Thema am Mittwoch, 10.Mai, um 16 Uhr gibt es noch freie plätze. Anmeldungen sind möglich auf der Webseite von Communicanis – klicken Sie bitte hier oder auf das Foto und Sie finden das komplette Programm, denn während der tierischen Webinarwoche gibt es noch jede Menge weitere interessante Weiterbildungsangebote!

Die Teilnahme ist einfach: Sie können ganz bequem von Zuhause aus dabei sein, es reicht ein Computer mit Lautsprecher und eine stabile Internetverbindung. Ihre Fragen stellen Sie über ein Chatfeld.

Sicher ist sicher

Wer kümmert sich um meine Tiere, wenn mir etwas passiert? Vor allem Singles müssen für mögliche Vorkommnisse Vorsorge treffen. Der schlimmste anzunehmende Fall ist, dass man durch einen Unfall oder eine plötzliche Erkrankung nicht in der Lage ist, jemanden anzurufen – und die geliebten Fellnasen sind alleine zu Hause.

Für den Fall der Fälle empfehle ich, einen Tierhalter-Ausweis bei sich zu tragen. Darauf finden Ersthelfer Ihren Namen und Telefonnummer sowie den Hinweis, dass Ihre Tiere möglicherweise unversorgt zu Hause oder im Stall warten. Auf die Rückseite schreiben Sie die Namen von zwei Vertrauten, die sich um Ihre Lieblinge kümmern würden. Diese können dann sofort benachrichtigt werden. Dass Sie mit ihnen Themen wie Schlüsselstandort, Fütterung etc. vorher abgesprochen haben, versteht sich von selbst.

Das kleine Notfalldokument können Sie hier als PDF-Vordruck downloaden, wenn Sie auf die Abbildung klicken. Dann ergänzen Sie nur noch die fehlenden Angaben, schneiden Vorder- und Rückseite aus und kleben sie auf ein Stück Pappe. Die Größe entspricht der einer Scheck- oder Visitenkarte, passt also prima in Ihre Brieftasche. Ich wünsche mir, dass viele dieses Angebot nutzen, und Ihnen, dass der Ausweis nie gebraucht wird!

Zu meinem Blog: Wünschen Sie sich einen Beitrag zu einem speziellen Thema rund Haustiere und um alternative Tiermedizin? Bitte nutzen Sie mein Kontaktformular, um mir Ihre Ideen mitzuteilen. Danke!

Frohe Ostern ohne Schokolade

Vor Vergiftungen haben Haustierfreunde Angst. Doch oft vergessen sie, dass die eigentliche Gefahr im eigenen Haushalt lauert. Es gibt eine Reihe Lebensmittel, die für Menschen lecker und bekömmlich oder sogar gesund sind. Die aber Hunde oder Katzen nicht vertragen. Dazu gehört unbedingt die Schokolade. Das im Kakao enthaltene Theobromin kann Erbrechen, Atembeschwerden und sogar Krämpfe verursachen. Das heißt, je dunkler die Schokolade desto gefährlicher. Die Dosis ist dabei individuell. Wenn Bello mal ein kleines Stückchen klaut oder einen Keks mit Schokoüberzug, sollte nichts passieren. Wenn aber die ganze Packung Schokokekse oder eben ein kompletter Schoko-Osterhase von ihm niedergemacht wurde, sollte man spätestens bei beginnenden Vergiftungssymptomen sofort einen Tierarzt konsultieren.

Nur fürs Foto durfte Naddel am süßen Hasen schnuppern – in Wirklichkeit passen wir gut auf, dass unsere Hunde keine Chance auf Schokolade bekommen

Was gehört außerdem auf die Liste der für Hunde ungenießbaren Nahrungsmittel?

  • Avocado
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Trauben und Rosinen
  • Rohe Kartoffeln, Bohnen und Auberginen
  • Tomaten
  • Walnüsse und Macadamianüsse
  • rohes Schweinefleisch
  • Alkohol, Koffein und Süßstoff

Auch die Knochen aus dem Osterbraten sind nicht gut entsorgt in Bellos Hundenapf – sie können splittern und innere Verletzungen verursachen, aber viel häufiger machen sie Durchfall oder übelste Verstopfung.

Für Katzen gilt im Prinzip die gleiche Liste, erweitert durch:

  • Thunfisch in größeren Mengen
  • Schnittlauch und verschiedene Zimmerpflanzen
  • Teebaumöl ist für Katzen hochgradig giftig, daher auch nicht äußerlich anwenden!

Immer wieder stellen mir Besitzer von Hunden und Katzen die Frage nach den unterschiedlichen Ernährungsansprüchen. Zu beachten ist, dass Katzen reine Fleischfresser (Carnivoren) sind, Hunde dagegen von Fleisch alleine nicht gesund leben.  Wenn Bello gelegentlich was aus Mietzes Napf stibitzt oder umgekehrt, ist das kein Grund zur Sorge. Es hätte aber auf Dauer fatale Folgen, beiden grundsätzlich das gleiche Futter zu geben.

Webinare für Tierhalter

Diesmal gehe ich nicht selbst zur Fortbildung sondern biete Ihnen die Möglichkeit an, mehr zu erfahren. In der Tierischen Webinarwoche von Communicanis (7. bis 14. Mai) laden verschiedene Tiertherapeuten zu Webinaren ein. Was das ist? Ein Webinar ist ein Seminar übers Web, also übers Internet. Sie können ganz bequem von Zuhause aus dabei sein, es reicht eine stabile Internetverbindung und ein Computer mit Lautsprecher. Ihre Fragen stellen Sie über ein Chatfeld. Eine tolle Sache! Und die Themen sind vielfältig. „Schmerzen beim Tier verstehen“, Tierkommunikation, die Freiarbeit mit Pferden oder Darmparasiten sind nur einige Beispiele. Ich selbst referiere am 13. Mai um 17 Uhr zum interessanten und aktuellen Thema „Allergien bei Hunden“. Zur tierischen Webinarwoche können Sie sich jetzt schon anmelden, einfach auf das Foto klicken. Ich freue mich auf Sie!

Neue Ansätze

Eine Fachfortbildung der Firma VitOrgan in Hamburg stand am Samstag auf meinem Programm. Zurück kam ich mit „reicher Beute“: Informationsmaterial, Muster-Präparate und eigene Notizen zu neuen Therapie-Ansätzen. Es ist für mich immer wieder hilfreich und motivierend, von anderen Praktikern Berichte aus der Praxis zu hören.  Während meiner Jahre auf Mallorca hatte ich durch die Entfernung und die Insellage nicht oft genug Gelegenheit, Einladungen zu Seminaren und Tagungen zu nutzen. Das wird jetzt zum Glück anders.

Da bin ich!

Angekommen – mit meinen vier Hunden auf dem Deich von Dagebüll.

Nach 16 Jahren auf Mallorca bin ich zurück in Deutschland – und nach 25 Jahren wieder in Nordfriesland. Nun bin ich super gespannt, was auf mich als Tierheilpraktikerin zukommt. Grundsätzlich wünsche ich mir natürlich nur gesunde Tiere – aber das ist utopisch, und um realistisch zu scheinen, wünsche ich mir spannende Fälle und vor allem, gaaaanz vielen Tieren und damit ihren Menschen helfen zu können. Das kann ich einerseits über meine Arbeit, also durch die Behandlung mit alternativen Therapien. Aber auch in diesem Blog werden viele Menschen wertvolle Tipps und hilfreiche Ratschläge finden. Mein erster Rat: Schauen Sie regelmäßig rein! Dann verpassen Sie auch meine regelmäßigen Aktionen nicht. Aktuell lade ich Besitzer von (vielleicht) übergewichtigen Hunden ein, ihr gewichtiges Problem in den Griff zu bekommen. Mehr unter „Aktuelles“ (hier klicken)