Quartals-Aktion: Geriatrie

Ziemlich weiß aber nicht wirklich weise – meine Senior-Hündin Naddel. Sie ist noch fit und soll es lange bleiben

Ja, so ein Welpe zieht die Blicke auf sich, der spielt sich in jedes Herz. Man wünscht sich, er bliebe ewig jung. Doch wer schon ein Tier ins und durchs Alter begleitet hat, weiß auch diese Phase zu schätzen. Nach vielen Jahren des Zusammenlebens ist man ein Team. Man versteht sich ohne Worte. Man vertraut einander. Ein altes Tier wärmt das Herz.

Damit das lange so bleibt, sollte man gut auf seinen vierbeinigen Senior aufpassen. Denn wie auch bei uns Menschen kommen mit dem Alter die Zipperlein, das Immunsystem ist nicht mehr so kräftig, und im Knochengerüst beginnt es zu knirschen.

Worauf ist zu achten?

  • Ältere Tiere bewegen sich weniger und der Stoffwechsel kann sich verlangsamen. Es droht Gewichtszunahme, was den Bewegungsapparat wie auch den Kreislauf belastet
  • Herz und Kreislauf werden instabiler, können aber unterstützt werden
  • Mit dem Alter kommen Arthrosen und Spondylosen, was für Lahmheiten sorgt. Mit Homöopathie, Akupunktur und Nahrungsergänzung kann man noch lange die Lebensqualität sichern
  • Die Organfunktionen können ermüden, was die Arbeit von den Verdauungsorganen wie auch von den Nieren beeinträchtigt. Früh erkannt ist wirksame Hilfe möglich
  • Auch die Gefahr von Hormonstörungen steigt mit dem Alter. Diabetes, Cushing und Schilddrüsen-Störungen lassen sich behandeln – je früher desto besser

Daher empfehlen sich jährliche Gesundheits-Checks für betagte Haustiere und Pferde. Ich empfehle damit zu beginnen, wenn der Hund acht bis zehn, die Katze zwölf und das Pferd 18 Jahre alt ist. So ist es möglich, altersbedingte Gesundheitsstörungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Meine aktuelle Quartals-Aktion:  Untersuchung inkl. Anamnese und Auskultation, die Analyse von Fütterung und Bewegungsmanagement, Entgiftungsplan, Blutentnahme (außer Katze / für geriatrisches Profil) biete ich als Paket an für 30 Euro. Fahrt- und Laborkosten werden extra berechnet. Bitte vereinbaren Sie einen Termin!

Gefahr durch Grannen

Die Gräser sind am abtrocknen und man muss mit Belästigungen und Verletzungen durch Grannen rechnen. Was ist das?

Grannen (auch Spelzen genannt) sind stachelige Grassamenstände mit Widerhaken. Sie sehen aus wie Getreideähren und können extrem spitz sein. Beim Spaziergang durch trockene Wiesen hängen sich die kleinen widerborstigen Pflanzenteile jetzt häufig an das Hundefell. Aufgrund ihrer pfeilförmigen Beschaffenheit können sie sich in und unter die Haut bohren. Mit ihren Widerhaken wandern sie tiefer und tiefer, und das noch schneller, wenn der Hund sich an der betroffenen Stelle beleckt. In die Körperöffnungen wandern sie ebenfalls schnell und tief ein.

In der Folge bildet sich eine Schwellung, denn der Körper versucht mit einer lokalen Entzündung den Fremdkörper zu resorbieren. Wenn das nicht klappt, bildet sich eine Eiterkapsel, ein Abszess. Dieser öffnet sich nach Reifung und mit dem Eiter wird die Granne heraus getrieben. Diese Prozedur dauert natürlich 2 bis 3 Wochen und ist je nach Lokalisation extrem schmerzhaft.

Vertrocknete Grannen können schmerzhafte Verletzungen verursachen

Bis zum Ende des Sommers ist jetzt mit diesen Grannen zu rechnen. Die Gräser schießen in die Höhe und trocken ab, dann sitzen die langen, rauen Ähren nur noch locker und bleiben umso leichter am Fell hängen. In dieser Phase sollten Sie Ihren Hund nach Spaziergängen durch die Natur sorgfältig absuchen. Schauen Sie in die Haare um die Ohren und in die Ohrmuschel. Inspizieren Sie die Pfoten, besonders den Bereich oben zwischen den Zehen, wo die weiche Haut ist („Schwimmhäute“). Achten Sie auf die Augen. Auch am Körper sollten Sie alle Spelzen entfernen, wenn Sie welche sehen. Je länger das Fell, desto größer die Gefahr. Wer seinen Liebling nicht komplett scheren möchte, sollte mit der Schere die Haare im Zwischenzehenbereich und unter den Ohren kurz halten.

Grannen können sich am gesamten Körper unter die Haut bohren, doch die meisten Patienten sind an diesen Stellen betroffen:

Vertrocknete Grannen können Verletzungen verursachen
– Äußerer Gehörgang: Der Kopf wird schief getragen, es existieren Schmerzen im/am Ohr. Sofort zum Tierarzt, die Granne muss umgehend entfernt werden. Häufig geht das nur unter Narkose. Bleibt die Granne drin, entwickelt sich eine heftige, äußerst schmerzhafte Otitis, eine Gehörgangs-Entzündung. Die Spelze kann sich sogar durchs Trommelfell bohren und schwere Schäden am Innenohr verursachen.
– Nasenlöcher: Der Hund reibt sich an der Nase, niest auffallend häufig, hat lokale Schmerzen und Nasenausfluss, der blutig sein kann und nach wenigen Tagen eitrig wird. Es gilt das gleiche wie bei den Ohren – ab zum Tierarzt, der den Fremdkörper herausholen muss.
– Augenlid: Das Auge schwillt zu, tränt, schon bald fließt Eiter. Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich rapide aufgrund heftiger Schmerzen. Verlieren Sie keine Zeit, lassen Sie Ihrem Hund durch den Tierarzt helfen.
– Pfoten: Besonders zwischen die Zehen, in die so genannten Schwimmhäute, bohren sich die scharfen Pflanzenteile. Ist die Verletzung frisch, wird der Tierarzt mit einem kleinen Schnitt die Eintrittspforte vergrößern und die Granne entfernen. Hat aber die Abszess-Bildung bereits begonnen, wird häufig bei der chirurgischen Eröffnung nicht mehr der komplette Fremdkörper gefunden. Meist bildet sich dann wenige Tage nach der OP ein neuer Abszeß. Daher empfehle ich, die Eiterkapsel nicht mit dem Skalpell zu öffnen sondern die Heilung homöopathisch zu unterstützen. Diese Prozedur dauert nicht länger, als der medizinische Eingriff inklusive Heilung erfordert, und sie ist schonender, denn man spart sich die Narkose(n), und die Schmerzen wie auch die Lahmheit sind meist nicht allzu stark. Ein ist nur notwendig, wenn das Allgemeinbefinden sich verschlechtert, sich also die Entzündung generalisiert. Dies ist allerdings extrem selten der Fall. Dagegen kann man die Reifung des Abszesses gut mit einer Zugsalbe unterstützen.

Heiß, heißer, Hochsommer

Selbst in Nordfriesland steigt jetzt das Thermometer auf höchst sommerliche Temperaturen. Um das zu genießen, muss man seinen Tagesablauf drauf einstellen. Und auch manche Haustiere leiden unter der Sommerhitze – wie können wir ihnen helfen? Hier einige Tipps:

  • Viel Trinken heißt die Devise für Mensch und Tier. Stellen Sie mehr Näpfe als sonst bereit, möglichst an schattigen Plätzen, und füllen Sie öfter frisches Wasser nach. Möchte Mieze nur aus dem laufenden Wasserhahn trinken, sollten Sie diesen Service jetzt öfter bieten
  • Hund schwimmt in See
    Ein kühles Bad tut bei Höchsttemperaturen auch unseren Fellnasen gut

    Für Katzen und kleine Heimtiere: Hängen Sie ein feuchtes Tuch über ihre Körbe oder Käfige (evtl. mit Hilfe eines Wäscheständers) und bauen Sie so eine natürliche Klimaanlage

  • Für Bello ist vielleicht ein feuchtes T-Shirt angenehm oder ein feuchtes Badelaken im Körbchen. Versuchen Sie es – Ihr Hund wird Ihnen zeigen, ob er sich damit wohl fühlt. (Neigt er zu Infektionen, ist das natürlich keine Option)
  • Manche Haustiere flüchten gerne in den Keller, wenn es oben zu warm ist. Andere liegen bevorzugt auf den nackten Fliesen. Machen Sie sich keine Sorgen – ein gesundes Tier weiß, was ihm gut tut
  • Ohne Schatten wird Ihr Pferd jetzt nicht mehr auskommen. Zur Not holen Sie es tagsüber in den Stall, hier wird es auch weniger von Insekten geplagt
  • Ihr Hund schwimmt gern? Das ist sehr gut für die Abkühlung! Nach dem Ausflug ins Meer sollten Sie aber das Fell mit klarem Wasser auswaschen
  • Hat Ihr Hund sehr langes Fell, sollte seine Unterwolle inzwischen ausgekämmt sein. Manchem Hund geht es deutlich besser, wenn er geschoren wird. Es muss aber auf jeden Fall so viel Haar bleiben, dass die Sonne nicht die Haut verbrennen kann
  • Spaziergänge und Training sind selbstverständlich in der Mittagshitze tabu. Früh morgens und gegen Sonnenuntergang finden die meisten Hunde und Pferde leichte Arbeit sehr angenehm
  • Autofahrten sollten Sie vermeiden. Und ein absolutes Tabu ist es, den Hund im parkenden Auto zu lassen. Auch wenn es nur ganz kurz ist! Hier herrschen ganz schnell Temperaturen von 50, 60 Grad – Lebensgefahr! Zu Hause geht es den Fellnasen derzeit am besten
  • Hitze-Kollaps? Rote Schleimhäute, dramatische Atemnot, schneller Puls und starre Augen sind deutliche Symptome. Sofort das Tier kühl lagern, Aconitum, Belladonna- und/oder Notfall-Tropfen auf die Mundschleimhaut tröpfeln und schnell zum Tierarzt!

Und hier ist der ultimative Tipp: Eiscreme für Hunde kann man schnell und einfach selbst herstellen. Rezept-Beispiel: Man püriere einen Teil des gewohnten Hundefutters (natürlich kein Trockenfutter) mit etwas Wasser und Joghurt, Kefir oder Quark, gerne auch etwas Banane, fülle leere Joghurt-Becher mit der Flüssigkeit und gebe einige Fleischbrocken hinein. Und dann ab in die Truhe. Vor dem Servieren leicht antauen lassen, damit sich der Becher einfach entfernen lässt! Im Video sehen Sie, wie es sich die Schleckermäuler Bodo und Naddel schmecken lassen.

Unsauberkeit – woran liegt’s?

„Meine Katze pinkelt seit kurzem ins Wohnzimmer“ … „Mein Kater trifft das Klo nicht mehr“… In die Tierheilpraxis kommen viele Tierbesitzer mit diesen oder ähnlichen Problemen. Bei der reinen Wohnungshaltung ist es mehr als unangenehm, wenn die Samtpfote plötzlich überall hin macht, nur nicht mehr in ihre dafür vorgesehene Kiste.

Katze auf Zaun vor Baum und Garten
Mit Freigängern hat man meist kein Katzenklo-Problem

Gründe für die Verhaltensänderung gibt es viele. Häufig steckt die Psyche dahinter, doch in jedem Fall muss vorab geklärt werden, ob es körperliche Erkrankungen gibt. Wird ein Stubentiger älter, mag er Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen. Folge: Er kann sich nicht mehr so tief setzen und der Strahl geht über den Rand der Toilette. Auch Harnwegs-, Blasen- oder Nierenentzündungen können Unsauberkeit auslösen. Und eine alte Miez kann sogar dement werden und ihr Örtchen vergessen.

Sind aber alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen, landen wir wieder bei der Psyche, und die – das weiß jeder Katzenbesitzer – ist ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Trotzdem finde ich im Gespräch mit dem Patientenbesitzer meist Hinweise auf die Ursache für das Verhalten ihres Lieblings. Das kann eine Veränderung im Wohnumfeld sein – ein neues Möbelstück genügt. Oder die Katze ist sauer, weil der Besitzer sie zu viel alleine ließ. Vielleicht ist sie auch gestresst oder eifersüchtig, weil eine neue Katze dazu gekommen ist.  Auch in schon länger bestehenden Katzengruppen können sich Animositäten entwickeln, die einzelne Mitglieder vom Besuch des stillen Örtchens abhalten. Übrigens – stehen denn genügend Streukisten zur Verfügung? Und manchmal ist einfach das (neue) Katzenklo ungeeignet…

In manchen Fällen kann man die Ursache abstellen, in anderen braucht die Katze eine Therapie, etwa durch Bachblüten. Hier sind keine Fertigmischungen zu empfehlen, sondern eine individuelle Rezeptur, die der Therapeut speziell für den Patienten erstellt.


Mein Blog ist für die Leser da, für Tierhalter, für Patientenbesitzer. Für Sie. Deswegen die Frage: Welche Themen interessieren Sie? Oder gibt es ein spezielles Problem mit Ihrem 4beinigen Liebling, auf das ich (natürlich anonymisiert) eingehen soll? Kontaktieren Sie mich gerne!


Bunter Tag des Hundes

Wer in Sachen Hundeausbildung, Hundesportverein oder dem Trendsport Agility noch Berührungsängste hatte, kann ganz unverbindlich mal rein schnuppern. Am Tag des Hundes, also am Sonntag, 11. Juni, bietet der Gebrauchshundesportverein Niebüll ein buntes Programm rund um „den besten Freund des Menschen“. Besucher mit vierbeiniger Begleitung dürfen am Probetraining teilnehmen oder sie schauen sich einfach an, wie man Hunde longiert oder was Turniersport von Agility unterscheidet. Zusätzlich gibt es einige Infostände – auch ich bin vor Ort und nutze gerne die Gelegenheit, Ihre Fragen zur Naturheilkunde für Tiere zu beantworten. Das komplette Programm finden Sie auf der Seite vom GHSV.

Ein schlanker Hund hat’s leichter

Ein positiver Gruß aus meiner alten Heimat Mallorca erfreute mich heute.  Der Besitzer eines Patienten kontaktierte mich, um sich zu bedanken. Sein Schäferhund Sam war bei mir in Behandlung wegen starker Beschwerden des Bewegungsapparates. Auch ohne Röntgenuntersuchung konnte man von Hüft-Arthrosen ausgehen, die dem Hund Schmerzen bereiteten, und zusätzlich Spondylosen, die Lähmungserscheinungen verursachen können. Sams Stellreflexe waren stark verzögert und die hinteren Krallen schliffen beim Gehen auf dem Boden. Das Problem am Beginn der Therapie war das Körpergewicht des erst sechsjährigen Rüden. Er hatte mindestens fünf Kilo zu viel auf den Rippen, was sein Gangbild natürlich extrem verschlechterte.

Ein Prachtkerl – leider mit Übergewicht, was bei Sam die Probleme mit dem Bewegungsapparat verschlimmerte

Ich schaffte es, Sams Besitzer zum Thema Übergewicht  zu sensibilisieren, so dass die Fütterung komplett umgestellt und gut überwacht wurde. Man achtet jetzt beim Futter mehr auf die Qualität als auf den Preis. Dazu gab ich als zentralen Tipp: Was der Hund tagsüber an Leckereien bekommt, muss von den beiden Mahlzeiten abgezogen werden! Denn bisher gab es für den Hund jede Menge zwischendurch – und man sah es ihm an. Ich warnte den Besitzer sehr deutlich: „Wenn sich nicht schnell etwas ändert, wird dein Hund in einem Jahr die sieben Stufen zur Wohnung nicht mehr schaffen!“

Das Gewichtsmanagement war die eine Säule der Therapie, die andere bestand aus verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln (aus der Kräuterheilkunde)  für die Gelenke und zwei homöopathischen Medikamenten, die den Hund ganzheitlich unterstützen. Offensichtlich wurden alle meine Empfehlungen konsequent umgesetzt – mit Erfolg. O-Ton des Hundepapas heute am Telefon: „Sam läuft wieder sooo gut! Der ist mindestens fünf Jahre jünger geworden!“

An diesem Fall ist wieder einmal zu sehen, dass auch chronische Erkrankungen nicht statisch sind, dass in den meisten Fällen Verbesserungen zu erzielen sind. Und dass ein schlanker Hund es einfach leichter hat.

Übrigens: Noch bis Ende Juni läuft meine Eröffnung-Aktion „Ist Ihr Hund zu dick?“  – mehr Infos bei meinen Veranstaltungen

Riesen-Interesse am Webinar!

Mein Webinar am Samtag, 13.Mai, ist bereits ausgebucht! Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele Menschen für das Thema „Allergien bei Hunden“ interessieren. Offenbar gibt es noch mehr Betroffene, als ich ohnehin schon vermutet habe. Die gute Nachricht: Wir konnten einen zweiten Termin organisieren. Für mein Online-Seminar zum gleichen Thema am Mittwoch, 10.Mai, um 16 Uhr gibt es noch freie plätze. Anmeldungen sind möglich auf der Webseite von Communicanis – klicken Sie bitte hier oder auf das Foto und Sie finden das komplette Programm, denn während der tierischen Webinarwoche gibt es noch jede Menge weitere interessante Weiterbildungsangebote!

Die Teilnahme ist einfach: Sie können ganz bequem von Zuhause aus dabei sein, es reicht ein Computer mit Lautsprecher und eine stabile Internetverbindung. Ihre Fragen stellen Sie über ein Chatfeld.

Sicher ist sicher

Wer kümmert sich um meine Tiere, wenn mir etwas passiert? Vor allem Singles müssen für mögliche Vorkommnisse Vorsorge treffen. Der schlimmste anzunehmende Fall ist, dass man durch einen Unfall oder eine plötzliche Erkrankung nicht in der Lage ist, jemanden anzurufen – und die geliebten Fellnasen sind alleine zu Hause.

Für den Fall der Fälle empfehle ich, einen Tierhalter-Ausweis bei sich zu tragen. Darauf finden Ersthelfer Ihren Namen und Telefonnummer sowie den Hinweis, dass Ihre Tiere möglicherweise unversorgt zu Hause oder im Stall warten. Auf die Rückseite schreiben Sie die Namen von zwei Vertrauten, die sich um Ihre Lieblinge kümmern würden. Diese können dann sofort benachrichtigt werden. Dass Sie mit ihnen Themen wie Schlüsselstandort, Fütterung etc. vorher abgesprochen haben, versteht sich von selbst.

Das kleine Notfalldokument können Sie hier als PDF-Vordruck downloaden, wenn Sie auf die Abbildung klicken. Dann ergänzen Sie nur noch die fehlenden Angaben, schneiden Vorder- und Rückseite aus und kleben sie auf ein Stück Pappe. Die Größe entspricht der einer Scheck- oder Visitenkarte, passt also prima in Ihre Brieftasche. Ich wünsche mir, dass viele dieses Angebot nutzen, und Ihnen, dass der Ausweis nie gebraucht wird!

Zu meinem Blog: Wünschen Sie sich einen Beitrag zu einem speziellen Thema rund Haustiere und um alternative Tiermedizin? Bitte nutzen Sie mein Kontaktformular, um mir Ihre Ideen mitzuteilen. Danke!

Frohe Ostern ohne Schokolade

Vor Vergiftungen haben Haustierfreunde Angst. Doch oft vergessen sie, dass die eigentliche Gefahr im eigenen Haushalt lauert. Es gibt eine Reihe Lebensmittel, die für Menschen lecker und bekömmlich oder sogar gesund sind. Die aber Hunde oder Katzen nicht vertragen. Dazu gehört unbedingt die Schokolade. Das im Kakao enthaltene Theobromin kann Erbrechen, Atembeschwerden und sogar Krämpfe verursachen. Das heißt, je dunkler die Schokolade desto gefährlicher. Die Dosis ist dabei individuell. Wenn Bello mal ein kleines Stückchen klaut oder einen Keks mit Schokoüberzug, sollte nichts passieren. Wenn aber die ganze Packung Schokokekse oder eben ein kompletter Schoko-Osterhase von ihm niedergemacht wurde, sollte man spätestens bei beginnenden Vergiftungssymptomen sofort einen Tierarzt konsultieren.

Nur fürs Foto durfte Naddel am süßen Hasen schnuppern – in Wirklichkeit passen wir gut auf, dass unsere Hunde keine Chance auf Schokolade bekommen

Was gehört außerdem auf die Liste der für Hunde ungenießbaren Nahrungsmittel?

  • Avocado
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Trauben und Rosinen
  • Rohe Kartoffeln, Bohnen und Auberginen
  • Tomaten
  • Walnüsse und Macadamianüsse
  • rohes Schweinefleisch
  • Alkohol, Koffein und Süßstoff

Auch die Knochen aus dem Osterbraten sind nicht gut entsorgt in Bellos Hundenapf – sie können splittern und innere Verletzungen verursachen, aber viel häufiger machen sie Durchfall oder übelste Verstopfung.

Für Katzen gilt im Prinzip die gleiche Liste, erweitert durch:

  • Thunfisch in größeren Mengen
  • Schnittlauch und verschiedene Zimmerpflanzen
  • Teebaumöl ist für Katzen hochgradig giftig, daher auch nicht äußerlich anwenden!

Immer wieder stellen mir Besitzer von Hunden und Katzen die Frage nach den unterschiedlichen Ernährungsansprüchen. Zu beachten ist, dass Katzen reine Fleischfresser (Carnivoren) sind, Hunde dagegen von Fleisch alleine nicht gesund leben.  Wenn Bello gelegentlich was aus Mietzes Napf stibitzt oder umgekehrt, ist das kein Grund zur Sorge. Es hätte aber auf Dauer fatale Folgen, beiden grundsätzlich das gleiche Futter zu geben.

Webinare für Tierhalter

Diesmal gehe ich nicht selbst zur Fortbildung sondern biete Ihnen die Möglichkeit an, mehr zu erfahren. In der Tierischen Webinarwoche von Communicanis (7. bis 14. Mai) laden verschiedene Tiertherapeuten zu Webinaren ein. Was das ist? Ein Webinar ist ein Seminar übers Web, also übers Internet. Sie können ganz bequem von Zuhause aus dabei sein, es reicht eine stabile Internetverbindung und ein Computer mit Lautsprecher. Ihre Fragen stellen Sie über ein Chatfeld. Eine tolle Sache! Und die Themen sind vielfältig. „Schmerzen beim Tier verstehen“, Tierkommunikation, die Freiarbeit mit Pferden oder Darmparasiten sind nur einige Beispiele. Ich selbst referiere am 13. Mai um 17 Uhr zum interessanten und aktuellen Thema „Allergien bei Hunden“. Zur tierischen Webinarwoche können Sie sich jetzt schon anmelden, einfach auf das Foto klicken. Ich freue mich auf Sie!