Fortbildung für Tiertherapeuten

Tierheilpraktiker und verwandte Berufe haben häufig mit Hunden mit Allergien zu tun. Um mit dieser komplizierten Thematik sicher umgehen zu können, braucht es ein fundiertes Wissen. In meiner achtwöchigen online-Fortbildung „Allergien bei Hunden in der Tierheilpraxis“ erfahren TherapeutInnen alles von A-Z. Weitere Infos hier

 

Doppelter Heilreiz

tierisch geheilt ist der Titel eines Fachmagazins für praktizierende Tierheilpraktiker. Ein Team aus erfahrenen Heilpraktikern, Tierheilpraktikern, Tiertrainern, Dozenten und Journalisten sowie Fachautoren gibt Einblick in alternative Behandlungmethoden und Techniken. In der aktuellen Ausgabe 02/2020 stelle ich meine Erfahrungen mit der Organo-Akupunktur vor. Hier wird mit einer Kombination aus Akupunktur und Organotherapie dem Organismus ein doppelter Heilreiz vermittelt, der noch verstärkt wird, weil die beiden kombinierten Therapieformen synergistisch wirken. In tierisch geheilt verdeutliche ich das anhand von verschiedenen Patientenfällen mit chronischen Atemwegserkrankungen.

 

Geriatrie ist Thema

Seniorhunde sind ein großes Thema in der Tiermedizin -die aktuelle Ausgabe von „Mein Tierheilpraktiker“ enthält sogar ein „Special: Geriatrie“. Dort erscheint auch mein Gastbeitrag mit dem Titel „TÜV für den Seniorhund – Vorsorge ist wichtig“. Vielen Hundebesitzern wird erst spät bewusst, dass ihr Tier nicht nur alt wird, sondern auch altersbedingte Erkrankungen entwickelt. Manche Tiere müssen lange leiden, weil ihre Halter glauben, sie sind „eben nicht mehr die Jüngsten“. Tatsächlich lassen sich die meisten Symptome und Krankheiten gut behandeln, lindern oder sogar heilen. Um rechtzeitigt böse Entwicklungen zu erkennen, ist ein regelmäßiger Check beim Tierheilpraktiker oder Tierarzt wichtig.

Sehr ausführlich erkläre ich die Thematik natürlich auch in meinem Buch „Tierisch Grau – So bleibt der Seniorhund gesund“. Erhältlich im Buchhandel (ISBN: 978-3750406070).

 

Gastbeitrag in Wuff

Ein Buch will promotet werden, und die ersten Schritte für einen hohen Bekanntheitsgrad sind die schwersten. Toll ist es, wenn Magazine darauf hinweisen oder sogar Beiträge von mir drucken. Aktuell findet sich ein Artikel im Hundemagazin Wuff online. Thema: Häufig werden Veränderungen beim Hund „nur“ aufs Alter geschoben und hingenommen. Dabei kann man viele Beschwerden lindern, wenn man ihnen auf den Grund geht, und damit die Lebensqualität von Hund & Anhang steigern. Viel ausführlicher stelle ich das natürlich in meinem Buch „Tierisch Grau – So bleibt der Seniorhund gesund“ dar.

 

Gesundheit aus dem Sack?

Angenommen, Ihr Kinderarzt sagt, dass Sie ab sofort Ihrem Nachwuchs keine frischen Lebensmittel mehr geben sollten. Er erklärt, dass die Steppkes mit Pellets aus einem pürierten, hocherhitzten, gepressten und schließlich getrockneten und in Stücke geformten Brei aus Nahrungsmitteln nicht identifizierbarer Herkunft perfekt ernährt sind. Glauben Sie ihm?

Schüssel mit Trockenfutter
Die Standardnahrung vieler Vierbeiner. Ist da wirklich alles drin, was Bello braucht?

Vermutlich nicht. Die Vorstellung ist ja auch zu absurd. Dennoch sind ganz viele Hunde- und Katzenhalter überzeugt, dass ihr Tier nur mit Trockenfutter gesund ernährt werden kann. Ich habe schon häufig erlebt, dass sich Patientenbesitzer auf die Frage nach der Fütterung entschuldigten: „Er verträgt kein Trockenfutter“. Sonst würden sie es ganz sicher geben, alle sagen schließlich, das sei die beste Nahrung für den Vierbeiner. Dabei muss man nur auf die Deklaration der Inhaltsstoffe und auf die Anatomie des Tieres schauen, um zu einer anderen Ansicht zu kommen.

Beginnen wir bei den Ingredienzien: Bei vielen Industriefuttern steht an erster Stelle Reis, Weizen oder Mais. Das bedeutet, dass im Sack mehr Getreide ist als Fleisch. Die Reihenfolge der Inhaltsstoffe erfolgt in absteigender Menge. Beginnt also die Deklaration mit „Rindfleisch, Hühnerfleisch, Reis…“, dann ist mehr Rindfleisch als Huhn und mehr Huhn als Reis enthalten. Man kann von einem recht hohen Fleischanteil ausgehen. Steht am Anfang aber „Rindfleisch, Reis, Mais…“, ist zwar mehr Rind als Reis enthalten. Es ist aber möglich und sogar wahrscheinlich, dass Reis und Mais zusammen einen höheren Anteil im Futter ausmachen, als das Fleisch.

Rohfütterung ist im Trend, aber nicht für jeden Hund und nicht für jeden Haushalt praktikabel

Nun ist Getreide nicht giftig – oder sagen wir es so: Wie überall, macht die Menge das Gift. Der Hund kann Stärke einigermaßen verdauen, aber sie liefert ihm kaum die Nährstoffe, insbesondere Aminosäuren, die er braucht. Wenn eine Futterration zu 50 und mehr Prozent aus ernährungsphysiologisch unwichtigen pflanzlichen Bestandteilen besteht, bleibt für essentielle Futterkomponenten zu wenig Platz im Napf. Dazu kommt, dass der Gehalt an Antinährstoffen die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe vermindert. So etwa die in Getreide enthaltene Phytinsäure, die die Aufnahme verschiedener Mineralien hemmt, oder die in vielen Fertigfuttern als billiger Füll- und Klebstoff enthaltene Zellulose. Das erfordert wieder eine höhere Substituierung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Warum nicht gleich ein Futter reichen, das die notwendigen Inhaltsstoffe möglichst in Naturform mitbringt?

Dazu kommt, dass extrudiertes Trockenfutter extrem stark verarbeitet ist. Zum Teil sind die Inhaltsstoffe für den Körper nicht mehr als Lebensmittel identifizierbar, was ein Grund für die Zunahme der Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten ist. Und ohne die Anreicherung mit ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen müsste man die Brocken aus der Tüte eher als Füllstoff denn als Futter bezeichnen. Etwas besser sieht die Bilanz von Dosenfutter aus. Wobei natürlich auch hier alles von minderwertiger bis sehr guter Qualität zu kriegen ist. Für viele Hundehalter ist die beste Art der Fütterung das sogenannte BARF – biologisch artgerechte Rohfütterung. Das aber ist weder für jeden Hund noch in jedem Haushalt praktikabel. Es gibt aber Fertigfutter, die auch hohen Ansprüchen an die Ernährung gerecht werden.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Art der Hundeernährung ausgeglichen und gesund ist, ob Ihr Liebling damit optimal versorgt ist, dann vereinbaren Sie mit mir einen Termin zur Fütterungsanalyse und Futterberatung.

Vorstellung

Die Zeitschrift „Mein Tierheilpraktiker“ hat „Tierischer Juckreiz“ in die Buchvorstellungen aufgenommen – vielen Dank dafür! In der Print-Ausgabe ist auch ein Preisausschreiben, bei dem es meine Bücher zu gewinnen gibt.

Zahnbeläge durch Trockenfutter

Hundemaul mit Zahnbelägen
Zahnstein und Zahnbeläge – hier ist eine professionelle Reinigung nötig

„Der hat schon wieder so schlechte Zähne – dabei bekommt er immer Trockenfutter!“ Nicht selten höre ich das von enttäuschten Hundebesitzern. Und muss sie dann aufklären: Dass Trockenfutter die Zähne sauber hält oder gar von hartnäckigen Belegen reinigt, ist ein Märchen. Eher verhält es sich umgekehrt.

Ein Grund dafür ist, dass der Hund aufgrund seines Fressverhaltens und seiner Maulanatomie die Pellets kaum kaut. Höchstens zwei bis drei Mal wird auf die Brocken gebissen, dann sind sie schon verschluckt. Und für harten Zahnstein sind keine Trockenfutterstücke stark genug, um diesen abzureiben.

Dazu kommt, dass sich beim Fressen von Trockenfutter häufig mit Speichel verklebte Krümel in den Zahnfurchen absetzen. Dort bilden sie einen idealen Nährboden für Bakterien, was Zahnfleischprobleme verursachen und beschleunigen kann. Besonders ungünstig ist das, wenn das Futter auch noch zuckerhaltig ist. Auch verändern die Inhaltsstoffe des Industriefutters bei manchen Hunden die Speichelzusammensetzung so, dass die Beläge zunehmen.

Hundemaul mit sauberen weißen Zähnen
Nach der Zahnreinigung kann sich das Zahnfleisch erholen

Um die Zähne sauber zu halten, kann man sie putzen oder geeignete Kauartikel (z.B. von QChefs) geben. Beides muss regelmäßig, also mehrmals wöchentlich erfolgen. Sind bereits harte Beläge vorhanden, sollte der Hund einmal eine professionelle Zahnreinigung genießen. Nach dieser sollte man mit regelmäßiger Maulpflege die Bildung neuen Zahnsteins verhindern.

Wenn Sie Ihrem Hund das Gebiss ohne Narkose reinigen lassen möchten oder Beratung für die Pflege brauchen, rufen Sie mich gerne an.

 

 

Pfotencafe

Der viel frequentierte Blog „pfotencafe.de“ hat sich in seiner Leseecke meine Bücher vorgenommen und sehr gut bewertet. Die Autorin ist ebenfalls eine erfahrene Tierheilpraktikerin und greift im Pfotencafe viele interessante Themen rund um die (alternative) Tierheilkunde auf. Von hier ein herzliches Dankschön für die Rezensionen!

 

Buchbesprechungen

Doppelseite der Zeitschrift HundeweltAuf einer wunderschönen Doppelseite (sh. Foto) präsentiert die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Hundewelt“ mein Buch „Tierisches Risiko – Parasiten und Prophylaxe beim Hund“. Darin bestätigt die Hundewelt: Meine Tipps zu Parasitenschutz wie zu Impfungen seien gerade deswegen so sinnvoll, weil ich individuelle Lösungen empfehle – denn die Lebenssituation eines jeden Hundes ist einmalig.

Auch das online-Magazin „dogaktuell“ hat in diesem Monat eine ausführliche Kritik veröffentlicht – mit sehr positivem Fazit.

Ich freue mich natürlich über jede Buchbesprechung, mit der meine Bücher bekannter werden. Rückmeldungen vieler Leser bestätigen mir, dass sowohl „Tierisches Risiko“ als auch „Tierischer Juckreiz – Allergien beim Hund verstehen und behandeln“ verständliche Informationen und vor allem echte Hilfe bei Alltragsproblemen bieten. Und genau das müssen viel mehr Hundehalter wissen! Ich wünsche Euch frohe Ostern!

Braucht ein Pferd die Decke?

Dick einmummeln oder aufs Winterfell vertrauen? Mehrmals wurde mir in letzter Zeit die Frage gestellt, ob Pferde im norddeutschen Winter Decken brauchen. Seit einigen Jahren ist es vielerorts üblich, Pferde so vor der vermeintlichen Kälte zu schützen. Aktuell tobt eine teils emotionale Diskussion der Deckenbefürworter gegen die Puristen, die für die Natur plädieren.

Viele Pferdebesitzer schließen von sich aufs Pferd, was Wohlfühltemperaturen angeht. Dabei können sich die Huftiere viel besser an klimatische Gegebenheiten anpassen, als man glauben möchte. Bei Außentemperaturen zwischen fünf und 25 Grad ist es für sie völlig problemlos, die eigene Körpertemperatur stabil zu halten. Und erst bei minus zehn Grad erhöhen sie zwecks interner Wärmeproduktion den Stoffwechsel. „Pferde, die artgerecht gehalten werden und deren Thermoregulationsmechanismus funktioniert, erkälten sich nicht, auch dann nicht, wenn sie in Zugluft stehen oder nass sind. Gesunde und artgerecht gehaltene Pferde brauchen also keine Decke,“ erklärt der Fachtierarzt für Pferde Dr. Maximilian Pick gegenüber der Webseite www.dressur-studien.de.

Gut fürs Pferd oder störend? Viele Halter decken ihre Pferde bei kühlen Temperaturen ein / foto: analogicus/pixabay

Wie arbeitet eigentlich die Thermoregulation? Nicht nur das Fell spielt eine Rolle. Ganz wichtig ist die Fettschicht unter der Haut. Pferde in freier Natur nehmen zur dunklen Jahreszeit bis zu 20 Prozent an Gewicht zu. Der Winterspeck ist gleichmäßig über den Körper verteilt und erfüllt die Anforderungen einer Dämmung. Ein weiterer Aspekt ist das Winterfell. Durch seine Dichte bindet es eine Luftschicht, die als zusätzliche Dämmschicht fungiert. Dazu werden mittels der Haarbalgmuskeln die Haare in unterschiedliche Richtungen aufgestellt. Decken können diesen Mechanismus empfindlich stören. Auch in der Durchblutung gibt es Hilfe für die Temperaturregulation. Um Auskühlung zu verhindern, werden die Gefäße nahe der Körperoberfläche verengt, was den Blutfluss verringert und weniger Kälte ins Körperinnere transportiert.

Mit diesen Regulationsmechanismen schützt sich das Pferd vor niedrigen Temperaturen und kann Wind und Wetter bestens trotzen. Feuchtigkeit von außen ist ein geringeres Problem als Schweiß auf der Haut. Wer sein Pferd im Winter arbeitet bis zur Schweißproduktion, sollte es anschließend gut trockenreiten. Decken verhindern im Prinzip den Abtransport der Feuchtigkeit, so dass das Fell erst nach langer Zeit trocknet. In dieser Phase kann es zur Auskühlung des Körpers kommen, weil Nässe gut Temperatur leitet.

Andersherum können Decken für einen unangenehmen Wärmestau sorgen. Messungen ergaben, dass je nach Deckenart die Temperatur der Körperoberfläche um bis zu 15,8 Grad stieg. Das kann die Wohlfühlzone des Pferdes deutlich überschreiten und verhindert seine körpereigene Thermoregulation.

Zurück zur Frage – soll ich oder soll ich nicht? Wer bisher sein Huftier eingedeckt hat, sollte im aktuellen Winter dabei bleiben, denn vermutlich hat sich die Thermoregulation des Pferdes über den Herbst nicht ausreichend trainiert. Ab nächsten Spätsommer kann man seinem gesunden Pferd zutrauen, die Körpertemperatur weiterhin selbständig zu kontrollieren – auch in der kalten Jahreszeit. Nur regelmäßig hart arbeitende Pferde haben Vorteile durch eine Schur und wärmende Decken.